Das MORGENSTERN TRIO

Im Jahr 2015 feierte das Morgenstern Trio einen runden Geburtstag. In den zehn ereignisreichen Jahren seit der Gründung an der Folkwang Universität Essen ist kontinuierlich etwas gewachsen, wächst weiter mit jeder Probe, jedem Konzert und wer Gelegenheit hat, dieses Klaviertrio zu hören, wird sich der Bedingungslosigkeit seiner großen Kunst nicht entziehen können. Früher als erwartet wurde die intensive Arbeit der Musiker seit 2006 mit höchsten Auszeichnungen unterstützt: 2006 3. Preis Internationaler Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ Graz; 2006 Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs; 2007 1. Preis Internationaler Haydn-Wettbewerb Wien; 2007 2. Preis Melbourne International Chamber Music Competition; 2007 2. Preis und Publikumspreis Internationaler Wettbewerb der ARD München.

Es folgten seit 2008 Konzerttourneen durch die größten Konzertsäle Europas, durch Südamerika, Australien und die USA, wo das Trio seit dem Gewinn des Kalichstein-Laredo-Robinson International Trio Award 2009 regelmäßig konzertiert (u.a. Carnegie Hall N.Y. und Kennedy Center Washington D.C.).

Ehe man sich versah, war das Morgenstern Trio kein „Rising Star“ mehr, sondern eines der führenden Ensembles der Szene, und zwar eines, das nicht nur die ganze Breite des Repertoires beherrscht, sondern auch immer über den Tellerrand des Etablierten hinweg Vergessenes und noch Unentdecktes im Blick hat. Auch zwischen Familiengründungen und Lehrverpflichtungen blieb der gemeinsame Anspruch, in den immer kostbarer werdenden Probenzeiten weiter zusammen zu wachsen.

Dass sich die drei Musiker mit Mitte 30 immer noch als jung bezeichnen dürfen, erfuhren sie zuletzt, als sie mit dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler 2015 ausgezeichnet wurde. Vielleicht fiel die Wahl der Juroren auch deshalb auf das Morgenstern Trio, weil seine Musik auch nach zehn Jahren alles andere als routiniert oder gesetzt klingt: „Man spürt die Spielfreude des Morgenstern Trios, seine Ausdruckskraft, die dynamischen Kontraste zwischen feinster kammermusikalischer Intimität und wuchtiger Klangfülle.“ (Text: Jens Weiner)

Diskografie