Duo La Lueur
Klaviermusik zu vier Händen – von Brahms bis Piazzolla
Chihiro Masaki & Reiko Nagai – Klavier
Debut-CD des Klavierduos "Duo La Lueur" mit Werken der vierhändigen Klavierliteratur von Piazzolla, Brahms, Fauré, Ravel und Gershwin.
Vier Hände können mehr als zwei – unter diesem (leicht augenzwinkernden) Motto haben sich die zwei japanischen Pianistinnen Chihiro Masaki und Reiko Nagai zu dem Klavierduo „Duo La Lueur“ zusammengefunden. Mit der gleichnamigen Debut-CD zeigen sie einem begeisterten Publikum, dass die vierhändige Klavierliteratur mehr ist als bloße Tastenakrobatik. Mit viel Spielwitz, Virtuosität und bis ins kleinste Detail präziser Übereinstimmung der Spielabläufe überzeugt ihre Pianistik auf dem Gebiet der vierhändigen Klavierliteratur. Doch hören Sie selbst...
Inhalt / Hörbeispiele
1 | Astor Piazzolla "Michelangelo 70"
2 | Astor Piazzolla "Libertango"
3 | Johannes Brahms Nr. 5
4 | Johannes Brahms Nr. 6
5 | Gabriel Fauré "Berceuse" (Nr. 1)
6 | Gabriel Fauré "Le jardin de Dolly" (Nr. 3)
7 | Maurice Ravel "Pavane pour une infante défunte"
8 | Maurice Ravel "Menuet sur le nom de Haydn"
9 | George Gershwin "Three Preludes" No. 1
10 | George Gershwin "Three Preludes" No. 2
11 | George Gershwin "Three Preludes" No. 3
12 | George Gershwin "Rhapsody in blue"
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aus dem Booklet
Vier Hände können mehr als zwei
Von Brahms bis Piazzolla – Klaviermusik à quatre mains
(von Lukas Speckmann)
Vier Hände können mehr als zwei. Als die Klaviere immer größer und klangvoller wurden, war es nur eine Frage der Zeit, bis zwei Pianisten nebeneinander an der Tastatur Platz nahmen und gemeinsam spielten – mit doppeltem Klang, doppelter Stimmenzahl und doppelter Spielfreude. Die vierhändige Klaviermusik etablierte sich im späten 18. Jahrhundert als neues Genre. Mozart und Schubert wurden die Fixsterne der Literatur „à quatre mains“.
Doch Tastenlöwen dulden keine Rivalen: Das Virtuosentum des 19. Jahrhunderts verwies das vierhändige Spiel zurück auf den Platz der Haus- und Gesellschaftsmusik, und die bedeutenden Komponisten konzentrierten sich auf zweihändige Klavierwerke. Dafür eroberten sich die Klavierduos ein eigenes Revier, das sie bis heute behaupten: das Arrangement. Weil nur zwei Spieler den Tonumfang und die Klangfülle eines ganzen Orchesters vorstellen können, wurden fast alle neuen Orchesterwerke zugleich im vierhändigen Klavierauszug veröffentlicht. So fanden sie Verbreitung auch dort, wo gerade kein Symphonieorchester zur Hand war. Die vierhändige Klaviermusik wurde gewissermaßen zur Schallplatte des 19. Jahrhunderts. [...]
Pressestimmen
Kritik: Auszug aus Westfalen-Blatt, von Burkhard Hölzenbein (11. Juni 2011)
Von Ungarn bis Amerika – Klavierduo »La Lueur« schlägt auf erster CD einen weiten musikalischen Bogen
[...] Ausgewählte Klaviermusik
zu vier Händen ist das Markenzeichen
der beiden japanischen
Musikerinnen, die
sich längst weit über ihre
ostwestfälische Wahlheimat
hinaus einen Namen gemacht
haben. Ob Brahms
oder Piazzolla, ob Fauré oder
Ravel – die Granden des
Klavierfachs haben allesamt
wunderbare Musik für das
vierhändige Klavierspiel
komponiert. Chihiro Masaki
(Primo) und Reiko Nagaj (Secundo),
in Hunderten von
gemeinsamen Konzerten bestens
aufeinander eingespielt,
haben für ihre Premierenaufnahme
die schönsten und
anspruchsvollsten Stücke
ausgewählt.
Dramatische Klangerlebnisse
wie das »Michelangelo« von Astor Piazzolla, das den
Reigen eröffnet, wechseln
sich ab mit dem verspielten »Libertango«, gefolgt von den
Ungarischen Tänzen 5 und 6
von Johannes Brahms. Die
viel gerühmte technische
Brillanz der Ostasiatinnen
paart sich mit einem ausdrucksstarken,
gefühlvollen
Zugang zur abendländischen
Musik. Wer diese CD hört,
merkt schnell, wie hier zwei
Welten miteinander verschmelzen.
Selten ist Gabriel
Fauré bei seinem einzigen
vierhändigen Werk so einfühlsam
interpretiert worden.
Das gilt auch für die
beiden Stücke, mit denen das
Duo Ravel huldigt. Die verträumten
Stücke »Pavane
pour une infante défunte« sowie das »Menuet sur le
nom d'Haydn« bilden den
entspannenden Mittelteil.
Große Unterhaltung bietet
La Lueur im grandiosen Finale.
Die drei jazzigen Preludien
schlagen den Klangbogen
für eine »Rhapsody in
Blue«, die keine Wünsche
offen lässt. Das große Hauptwerk
des Amerikaners
George Gershwins besticht
unter den vier Händen der
Virtuosinnen, die die Stimmungs-,
Tempo- und Farbenwechsel
perfekt intonieren.
Kritik: Auszug aus Neue Westfälische, von Matthias Gans (3. Februar 2012)
[...] Das Gütersloher Klavierduo "La Lueur" zeigt auf seiner ersten CD, wie zwei herausragend begabte Pianistinnen ihre unterschiedlichen Temperamente verschmelzen zu einer schlüssigen Aussage. 100 Jahre vierhändiges Klavierspiel deckt die beim Label Kaleidos erschienene CD ab. Die frühesten Stücke sind die Ungarischen Tänze Nr. 5 und 6 von Johannes Brahms, die in der Interpretation von Chihiro Masaki und Reiko Nagai überaus sorgfältig gegen das Pusta-Paprika-Klischee gebürstet werden.
Vor Vehemenz und argentinischer Leidenschaft brodeln hingegen die Tangos "Michelangelo '70" und "Libertango" von Astor Piazzolla, während Delikatesse des Anschlags wie Klarheit der Empfindung in Gabriel Faurés "Berceuse" und "Le jardin de Dolly" sowie Maurice Ravels "Pavane" und "Menuet sur le nom d'Hadyn" zu ihrem Recht kommen.
Trocken swingend und atmosphärisch dicht gelingen dem Duo George Gershwins "Three Preludes" und die berühmte "Rhapsody in Blue". Der Klavierklang wurde im Forum der Friedrichsdorfer Waldorfschule höchst plastisch eingefangen.
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