Trio Songuina & Henning Freiberg

Der Zwölf-Elf hebt die linke Hand

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Musikalisch-literarische Begegnungen
Das Kammermusikensemble Trio Songuina (Sopran, Flöte, Klavier) und der Sprecher Henning Freiberg präsentieren ein spannendes Programm mit einer gelungenen Mischung aus Wort und Musik. Von „absurd-sonderlich“ bis „verschroben-sachlich“ – ein vielschichtiges Hörerlebnis!

Release: 07/2012, CD-Audio, DigiPak, 32-seitiges Booklet (de)
Artikelnummer: KAL 6319-2 Kategorie: Schlüsselworte: ,

17,90 

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Beschreibung

Der Zwölf-Elf hebt die linke Hand
Musikalisch-literarische Begegnungen mit Werken von
Robert Delanoff, Max Beckschäfer, Carl Mansker
Christian Enzensberger, Erich Kästner, Christian Morgenstern

Gudrun Elpert-Resch – Sopran
Ina Göhring-Hattendorf – Flöte
Sonja Harlinghausen – Klavier
Henning Freiberg – Rezitation

Mit einem gemischten Programm aus Musik und Lyrik präsentieren sich das » Trio Songuina gemeinsam mit dem Kölner Rundfunksprecher » Henning Freiberg auf ihrem Kaleidos-CD-Debut. Das Kammermusik-Trio interpretiert Werke für Sopran, Flöte und Klavier der zeitgenössischen Komponisten Robert Delanoff, Max Beckschäfer und Carl Mansker (allesamt mit musikalischen Wurzeln in München); die „skurril-ironisch-bizarre“ Lyrik stammt von Erich Kästner, Christian Enzensberger und Christian Morgenstern, die ebenfalls alle längere Zeit in München lebten.
Henning Freiberg erklärt das Programm der CD:

„Münchener Komponisten begegnen Münchener Literaten […] und das Ergebnis ist eine Mischung aus Wort und Musik, märchenhaft, hintergründig, vielschichtig: von tonal–modern (Beckschäfer) über teilweise impressionistisch anmutend (Delanoff) bis hin zur ganz freien Tonalität eines Carl Mansker. Literarisch spannt sich der Bogen von Kästners Gebrauchs-Lyrik (von ihm selbst so beschrieben) über Morgensterns absurd-sonderliche Hirngespinste bis zu Christian Enzensbergers verschroben-sachlichen Prosagedichten“.
Henning Freiberg

 

Anmerkung:
Der etwas seltsam anmutende Titel der CD stammt aus den ersten Zeilen des Gedichts „Der Zwölf-Elf“ von Christian Morgenstern.

Erich Kästner (1899–1974)
Nachtgesang des Kammervirtuosen

Robert Delanoff (*1942)
Bizarre Welt (1969, nach einem Text von Aljoschka Krebs) für Sopran, Flöte und Klavier

Erich Kästner
Maskenball im Hochgebirge
Karneval der Missvergnügten
Hamlets Geist
Geständnis einiger Dichter
Konferenz am Bett
Der synthetische Mensch

Max Beckschäfer (*1952)
Six Little Mice and Other Tales (2004)
Neun Lieder für Sopran, Flöte und Klavier nach altenglischen Kinderliedern anonymer Autoren

1. Solomon Grundy
2. The Scaredy
3. The Man in the Moon
4. Prevarication
5. The Little Husband
6. Six Little Mice
7. Ipsey Wipsey
8. The Legacy
9. Taffy was a Welshman

Christian Enzensberger (1931–2009)
Der Zipferlake (deutsche Übertragung des Unsinns-Gedichtes Jabberwocky aus Alice hinter den Spiegeln von Lewis Carroll)
Ob er kommt
Ich besuchte dann häufig eine kulturelle Anstalt
Ich las dann ein Gedicht und das Gedicht fing mit O an

Carl Mansker (*1935)
Der Fächer im Herbst (1967), Fünf chinesische Gedichte op.13 für Sopran, Flöte und Klavier

1. Verschmähte Perlen (Me Fe, verstoßene Gemahlin des Kaisers Hsüan-dsung / J. W. Goethe)
2. Die Eifersüchtige (Li Bo / Günter Eich)
3. Die Verlassene (Ungenannt / Peter Olbricht)
4. Das Gras im Tschang-sin-Schloss (Tsui Guo-fu / Günther Debon)
5. Der Fächer im Herbst (Ban Djiä-yu / Richard Wilhelm)

Christian Morgenstern (1871–1914)
Drei Hasen
Das ästhetische Wiesel
Das Huhn
Der gestrichene Bock
Der Gingganz
Der neue Vokal
Der Zwölf-Elf

Robert Delanoff
Birken im Herbst – Erinnerungen an Lappland (2001)
(Vokalise für Sopran und Klavier, bearbeitet für Sopran, Flöte und Klavier von Ina Göhring-Hattendorf)

 

Originelles Gesamtkunstwerk
[…] So wird der aufgeschlossene Musikfreund jenseits avantgardistischer Moden auf bezaubernde Weise mit einer Musik vertraut gemacht, die bei aller künstlerischen Zeitgenossenschaft doch für den Hörer intuitiv erfassbar bleibt und so gleichermaßen intellektuell wie emotional befriedigt.
Der Zyklus „Der Fächer im Herbst“ von Carl Mankser, 1935 in Los Angeles/Kalifornien geboren, ist das 20-minütige Hauptwerk der CD. Mansker verwendet für die Vertonungen von fünf ins Deutsche übertragenen chinesischen Gedichte eine sehr konzentrierte, beinahe pointillistisch anmutende Tonsprache von kristalliner Klarheit. Im Trio Songuina hat er Interpreten gefunden, die das abgeklärte Liebesweh der Texte sensibel und musikalisch unangreifbar umzusetzen verstehen. […] Die klug zwischen Populärem und Unbekanntem ausgewählten Gedichte von Erich Kästner und Christian Morgenstern trägt Henning Freiberg mit ironischem Understatement, quasi leicht gelopfter Augenbraue [vor]. Vor allem die Prosa-Gedichte von Christian Enzensberger (1931–2009) […] sind eine echte Entdeckung.
Die dramaturgische Stimmigkeit dieser CD erschließt sich am besten beim unterbrechungsfreien Hören dieser kurzweiligen 72 Minuten. Auch das Artwork, die Gestaltung der CD, ist luxuriös: Das 30-seitige Booklet dieses Digipaks enthält ausführliche Anmerkungen zu Komponisten, Werken uund Interpreten und den Abdruck aller vorgetragenen Lied- und Gedichttexte. […]Matthias Gans (Neue Westfälische, 7.7.2012)

Trio Songuina lockt
[…] Die Musik bewegt sich im tonalen und bisweilen komplexen atonalen Raum. Besonders in Manskers „Der Fächer im Herbst“, einer Vertonung von fünf chinesischen Gedichten, wird der Sopranistin Gudrun Elpert-Resch eine enorme variable Tongebung abverlangt, in Tonhöhe und Lautstärke. In Begleitung ihrer versierten, einfühlsamen Partnerinnen Ina Göhring-Hattendorf (Flöte) und Sonja Harlinghausen (Klavier), bringt sie eine Ausgeglichenheit zwischen Gesangstechnik und angemessener Textdeklamation zu Gehör. Der Kontrast ist riesig zwischen der nicht immer durch Schönklang gezeichneten Musik und den bisweilen sarkastischen Texten. So wunderbar klar und ausdrucksvoll Freiberg diese artikuliert, bedarf seine überbordende Deklamation stellenweise doch des mehrmaligen Hinhörens. […](Die Glocke, 9.11.2012)

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