Marienkantorei Osnabrück, Carsten Zündorf

Die letzten Dinge

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Oratorium von Louis Spohr
Beeindruckende Live-Aufnahme dieses selten zu hörenden Oratoriums mit der Marienkantorei Osnabrück unter der Leitung von Carsten Zündorf. Pressestimme: „Zündorf haucht dem Oratorium Leben ein… Klare Kaufempfehlung!“

Release: 11/2010, CD-Audio, DigiPak (4-seitig), 36-seitiges Booklet (de, en)

17,90 

Lieferzeit: ca. 2–4 Werktage *

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Beschreibung

Die letzten Dinge – Oratorium von Louis Spohr

Tanya Aspelmeier
Max Ciolek
Wiebke Lehmkuhl
Armin Kolarczyk
Marienkantorei Osnabrück
Capella Classica
Ltg. Carsten Zündorf

„Ich habe ein Oratorium nicht gedichtet, sondern bloß aus den erhabensten Stellen der Heiligen Schrift zusammengestellt“ – mit diesen Worten bittet der Herzoglich Weimarische Hofrat Friedrich Rochlitz im Jahre 1825 seinen Freund Louis Spohr um die Vertonung. Und Louis Spohr ließ sich nicht lange bitten; heraus kam eines der schönsten klassisch-romantischen Oratorien des 19. Jahrhunderts, was lange Zeit das meistgespielte Oratorium Europas (!) war!

Erleben Sie mit dieser Einspielung eine bemerkenswerte Live-Aufnahme eines Konzertes aus dem Spohr-Jahr 2009, das unter der Leitung von KMD Carsten Zündorf in der Marienkirche Osnabrück aufgeführt wurde. Engagiert wurden für dieses Konzertereignis das Orchester Capella Classica (zusammengestellt aus Spezialisten für historische Aufführungspraxis) sowie ein wunderbar harmonierendes Solistenensemble international bekannter Gesangsolisten. Die Marienkantorei Osnabrück besticht durch ihre präzise und klanglich perfekt abgestimmten Chorpartien, die mit „inniger Empfindsamkeit“ einerseits und „aufwühlender Dramatik“ andererseits dieses Werk so einzigartig machen.

Trackliste

01 | Ouvertüre (Andante grave – Allegro)
02 | Soli (SB) e Coro „Preis und Ehre ihm, der da ist“
03 | Recitativo (TB) „Steige herauf, ich will dir zeigen, was geschehen soll!“
04 | Solo (T) e Coro „Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr“
05 | Recitativo (ST) „Und siehe, ein Lamm, das war verwundet“
06 | Solo (S) e Coro „Das Lamm, das erwürget ist“
07 | Recitativo (T) „Und alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden“
08 | Recitativo (AT) „Und siehe, eine große Schar“
09 | Soli (SATB) e Coro „Heil! Dem Erbarmer Heil!“
10 | Sinfonia
11 | Recitativo (B) „So spricht der Herr“
12 | Duetto (ST) „Sei mir nicht schrecklich in der Not“
13 | Coro „So ihr mich von ganzem Herzen suchet“
14 | Recitativo (T) „Die Stunde des Gerichts, sie ist gekommen“
15 | Coro „Gefallen ist Babylon, die Große!“
16 | Soli (SATB) e Coro „Selig sind die Toten“
17 | Recitativo (SA) „Sieh einen neuen Himmel und eine neue Erde“
18 | Recitativo (T) e Quartetto „Und siehe: Ich komme bald“
19 | Soli (SATB) e Coro „Groß und wunderbarlich sind deine Werke“

[…] Wie sich in der Aufnahme unter Carsten Zündorf zeigt, tut es dem Stück durchaus gut, wenn man sich nicht minutiös an die Metronomvorgaben der Partitur hält, sondern dem Oratorium da, wo es in die Beweglichkeit drängt, hierfür auch Raum gibt. […] Hier liefern Tanya Aspelmeier, Wiebke Lehmkuhl, Max Ciolek und Armin Kolarczyk eine geschliffene Ensembleleistung, die die hervorragende musikalische Darstellung der Marienkantorei Osanbrück spiegelt. Hier hört man einen jugendlich anmutenden Chor agieren, der präzise in den Einsätzen, deutlich in der Aussprache und vor allem agil in der Gestaltung von der ersten bis zur letzten Minute begeistert. […] Zündorf haucht dem Oratorium Leben ein – nein, er weckt faszinierend das Leben in der Komposition. Zugute kam ihm hierbei sicher, dass er bereits vor Jahren schon einmal eine Aufnahme der ‚letzten Dinge‘ produziert hat. Diese nun ist somit auch ein Zeugnis seiner persönlichen künstlerischen Entwicklung. Klare Kaufempfehlung also für die Marienkantorei Osnabrück unter Carsten Zündorf.
von Christoph Heimbucher, „Musik & Kirche“ (Ausgabe Juli/August 2011)

Anläßlich des 150. Todestages von Ludwig Spohr (1884-1859) führte die Marienkantorei Osnabrück dessen einst hochgeschätztes, packendes geistliche Drama über das Ende aller Zeiten auf. […] Der künstlerische Wagemut eines Konzertmitschnittes macht die Gegenwart zum Ohrenzeugen eines erfolgversprechenden Werkes von überzeitlicher Wirkungskraft und Bedeutung für das Laienchorwesen. Alle Positionen des Solistenquartettes, alle Chorstimmen, gestützt, ergänzt, kontrastiert und kommentiert von einer dynamisch-dramatischen Orchesterleistung, nicht zuletzt die transparent aufgelichtete Aufnahmeregie, haben sich zu einer überzeugenden Spohr-Laudatio zusammengefunden. Eine wieder zu belebende Bewunderung verdient dabei die kompositorische Dichte und Raffinesse des Komponisten. Ideal versteht er es, den geistigen Höhenflug anspruchsvoller Glaubens- und Verkündigungstexte biblischer Prophetie für eine kirchenmusikalische Reflexion zu aktivieren. Wie er dafür oft vokaltechnisch schlichte, dennoch dramatisch und sprechtechnisch überzeugende Stilmittel einzusetzen versteht, dies sind entscheidende Fingerzeige für einen Aufführungserfolg. […]

künstlerische Qualität: 9 (von 10 Punkten)
Klangqualität: 9 (von 10 Punkten)
Gesamteindruck: 9 (von 10 Punkten)

von Gerhard Pätzig, Klassik-Heute.com (Mai 2011)
die ganze Kritik auf Klassik-Heute.com

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