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//Schubert – Schumann
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Morgenstern Trio

Schubert – Schumann

Auf dieser Einspielung widmet sich das mehrfach preisgekrönte MORGENSTERN TRIO zwei bedeutenden Werken der klassisch-romantischen Klaviertrio-Literatur. An der Schwelle zur Romantik steht das Es-Dur Trio von Franz Schubert; es bildet hier gleichsam Gegenpol und Verbindung zugleich zur hochromantischen Konzeption des Schumann d-Moll Trios. Nacht und Licht, Zorn und Sehnsucht, Dramatik und Poesie
Pressestimme: „Dieses Album ist schon jetzt zu den ganz wichtigen Publikationen dieses Jahres zu zählen“

Release: 01/2016, CD-Audio, ProfilePac, 24-seitiges Booklet (de, en)
Art.-Nr.: KAL 6331-2 Kategorie: Stichwort:

17,90 €

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Produktbeschreibung

Franz Schubert
Klaviertrio Nr. 2 Es-Dur op. 100 (D 929)

Robert Schumann
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63

MORGENSTERN TRIO
Catherine Klipfel – Klavier
Stefan Hempel – Violine
Emanuel Wehse – Cello

Auf ihrem KALEIDOS-Debutalbum widmet sich das mehrfach preisgekrönte MORGENSTERN TRIO zwei bedeutenden Werken der klassisch-romantischen Klaviertrio-Literatur. An der Schwelle zur Romantik steht das große Es-Dur Klaviertrio (Nr.2, op.100/D 929) von Franz Schubert (das für Robert Schumann zeitlebens Schuberts „Eigenthümlichstes“ blieb) und bildet gleichsam Gegenpol und Verbindung zugleich zur hochromantischen Konzeption des Schumann d-Moll Trios (Nr.1, op.63).

Schumanns Klaviertrio zählt bis heute zu den bedeutendsten und populärsten Werken Schumanns. Beethovens Motto „Durch Nacht zum Licht“ wird hier auf das Eindrücklichste umgesetzt: Vom aufwühlenden d-Moll des Eröffnungssatzes bis zum triumphierend-strahlenden D-Dur im Finale erstreckt sich der musikalische Bogen.

Nicht weniger berühmt ist das Es-Dur Trio von Franz Schubert. Von der Anlage her orientiert sich Schubert an dem „Vorbild Beethovenscher Kammermusikwerke und ändert nichts grundsätzlich“ (Arnold Feil). Doch „Schubert weitet und erweitert das Modell faktisch derart, dass seine Sätze zu Charakterstücken auszuwachsen […] scheinen. Dabei bekommt das Ganze einen Zug ins musikalisch Weite, der an die instrumentale Fantasie denken lässt.“

Das Morgenstern Trio hat sich in dieser Einspielung für die ursprüngliche Fassung ohne die vielfach üblichen Kürzungen entschieden (einzig die Wiederholung der Exposition wird nicht gespielt), wodurch der 4. Satz seine monumentale Länge behält… in ihrem Interview zur CD-Veröffentlichung erklären die Künstler ihre Motivation:

„Der letzte Satz ist eine enorme Zusammenfassung des Gehalts der vorangegangenen Sätze und mischt alle Themen, so dass man nur staunt wie diese miteinander harmonieren. Die Kürzung des letzten Satzes würde genau dieses „Auf die Spitze treiben“ nivellieren und damit einen offensichtlich geplanten Grundgedanken des Werkes ignorieren. Da gab es für uns eigentlich keine Wahl… außerdem wirkt der Satz so noch farbiger und damit erstaunlicherweise wieder kürzer!“
Morgenstern Trio

Trackliste

 Franz Schubert Klaviertrio Nr. 2 Es-Dur op. 100
I. Allegro
II. Andante con moto
III. Scherzando. Allegro moderato
IV. Allegro moderato
 Robert Schumann Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63
I. Mit Energie und Leidenschaft
II. Lebhaft, doch nicht zu rasch
III. Langsam, mit inniger Empfindung
IV. Mit Feuer
 

„Wir weinen, ohne zu wissen warum…“

Das Morgenstern Trio im Gespräch mit Jens F. Meier

JFM: Auf Ihrer letzten CD-Veröffentlichung durfte der Hörer Bekanntschaft mit französischen Werken machen, eines davon noch dazu ein selten gespieltes – das Klaviertrio von Germaine Tailleferre. Auf ihrer neuen CD widmen Sie sich nun wieder ganz der bekannteren Klaviertrio-Literatur, und dazu noch von zwei großen Namen der deutschen Musikgeschichte. Wie kam es zu dieser Programmauswahl?

MT: Im Grunde ist es ja genauso reizvoll, bekannte Werke in neuem Licht zu sehen und damit ebenfalls einen persönlichen und zeitgemäßen Beitrag zu leisten – nicht nur bei den unbekannteren Komponisten. Es sind zwei Komponisten, die ihre ganz eigene Kammermusikwelt entwickelt haben, die uns sehr gefangen genommen hat.
Wir verspürten daher das Bedürfnis, zu diesen beiden Komponisten unseren Beitrag zu leisten; dabei spielte es keine Rolle für uns, wie oft und von wem die Werke bereits eingespielt wurden. Interessant ist natürlich, dass diese Komponistenkombination bei den Lied-CDs sehr häufig auftaucht…

JFM: Viele Musikhörer verbinden mit den Namen Schubert und Schumann ganz unterschiedliche Ideen- und Klangwelten. Wo liegt für Sie der Reiz dieser Verbindung von zwei ganz verschiedenen Werken auf einer CD – ist es eher eine Gegenüberstellung oder die Suche nach Verwandtschaft?

MT: Das kommt auf den Blickwinkel an: Schubert befindet sich ja quasi an der Schwelle zur Romantik, wo die Musik mehr zur Beschreibung eines Seelenzustandes wird und Schumann ist davon ein Höhepunkt – ein bekenntnishafteres Stück als der dritte Satz des d-Moll-Trios ist uns kaum bekannt. Diese Eckpunkte auszuloten fanden wir sehr spannend. Gleichzeitig trennen die Werke gerade einmal 20 Jahre; so gesehen ist dann der stilistische Unterschied wieder enorm… und wir hoffen, dass wir dies mit der Einspielung auch zeigen können.
Gemeinsamkeiten lassen sich viele finden: Beide sind die bedeutendsten Liedkomponisten, beide haben ihre gesamten Klaviertrios in einem engen Zeitraum geschrieben (Schubert 1827, Schumann 1847–1851) und nicht zuletzt schafft natürlich die Tatsache Verbindung, dass Schumann der Initiator der Uraufführung der großen C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert war, eine Folge seiner großen Bewunderung für Schuberts Musik.

JFM: Von beiden Komponisten sind die vorliegenden Werke nun nicht die einzigen Vertreter dieser Gattung. Gibt es einen Grund, warum Sie gerade diese beiden Werke ausgewählt haben?

MT: Wir haben uns eben einfach diesen Werken als erstes genähert. Wir kennen natürlich alle anderen Werke auch und haben sie inzwischen alle gespielt, aber für eine CD-Produktion möchte man natürlich nur die Werke auswählen, die einem derzeit am nächsten stehen.

JFM: Spätestens mit dem letzten Satz in Schuberts Es-Dur Klaviertrio versteht der Hörer das geflügelte Wort von den „himmlischen Längen“, das einst Robert Schumann auf die Sinfonien Schuberts bezog. Sie haben sich in dieser Einspielung für die ursprüngliche Fassung ohne die Kürzungen entschieden (einzig die Wiederholung der Exposition wird nicht gespielt), wodurch der 4. Satz seine monumentale Länge behält…

MT: Der letzte Satz ist eine enorme Zusammenfassung des Gehalts der vorangegangenen Sätze und mischt alle Themen, so dass man nur staunt wie diese miteinander harmonieren. Die Kürzung des letzten Satzes würde genau dieses „Auf die Spitze treiben“ nivellieren und damit einen offensichtlich geplanten Grundgedanken des Werkes ignorieren. Da gab es für uns eigentlich keine Wahl… außerdem wirkt der Satz so noch farbiger und damit erstaunlicherweise wieder kürzer!

JFM: Verraten Sie uns Ihren persönlichen Bezug zur Musik von Schumann und Schubert! Wie gehen Sie als Klaviertrio an die Interpretation von solch bedeutenden Werken der Kammermusikliteratur heran?

MT: Für unseren Geiger, der in Leipzig geboren ist und durch seine Mutter als Kind quasi in Schumanns Klavierliteratur gebadet hat, ist der persönliche Bezug schon fast eine Abhängigkeit, die sich auf uns alle übertragen hat. Dennoch haben wir einige Zeit verwendet, uns das Stück zu erobern – was sicherlich typisch ist für die Einstudierung von Schumanns Werken.
Schuberts Es-Dur-Trio entfaltet hingegen wie kaum ein anderes Klaviertrio-Werk einen Sog, dem sich niemand entziehen kann, unabhängig davon, welche Hörerfahrungen er oder sie mitbringt… da spricht uns Adorno aus der Seele, wenn er schreibt: „… wir weinen, ohne zu wissen warum…“ Gleichzeitig birgt es für eine CD-Aufnahme die Schwierigkeit, diese emotionale Ladung im gemütlichen Wohnzimmersessel des Hörers „hochgehen“ zu lassen.

JFM: Jüngst wurde das Morgenstern Trio mit dem Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Und das ist nicht der erste Preis für das Ensemble… Wie wichtig sind diese Preise für Sie?

MT: Die Preise sind schon eine Anerkennung und Ermutigung für unsere Arbeit und haben uns selbstverständlich einige Türen geöffnet. Mittlerweile jedoch sehen wir, dass – außerhalb des allgegenwärtigen Wettbewerbsdenkens – ein Etablieren der Gattung Klaviertrio das noch viel wichtigere Ziel ist. Da wir alle drei an Hochschulen unterrichten, bedeutet dies auch, jungen Künstlern die Faszination dieser Kammermusikgattung zu vermitteln. Wenn es uns gelingt, dazu einen Beitrag zu leisten, wäre dies eine noch größere Auszeichnung.

Empfehlung
„[…] Und doch ist dieses leicht verspätet zum zehnjährigen Geburtstag erschienene Album mit zwei großen romantischen Klaviertrios schon jetzt zu den ganz wichtigen Publikationen dieses Jahres zu zählen. […] Was diese Produktion jedoch über dieses ebenso transparente wie mitteilungsstarke Spiel ungemein auszeichnet, ist, dass die drei Musiker wirklich den Mut haben, die unerhörten Traumgesichte Schumanns voll auszuformulieren. […] All diese Vorzüge gelten auch für die Realisierung von Franz Schuberts spätem zweitem Klaviertrio Es-Dur D 929, an welcher besonders etwa der makabre Ernst des Marsches hervorgehoben werden soll, der den langsam Satz eröffnet. Ansonsten hat dieses Stück freilich eine andere Haltung, und das Morgenstern Trio etabliert auch einen anderen Ton mit wienerischem Melos in den Streichern und nicht zuletzt im hohen, leuchtenden Klavierdiskant.“
Dr. Michael B. Weiß (Klassik-Heute.de, 08.04.2016)

Emotion pur
„[…] Die Musik ist Emotion pur, die vorgegebenen Satzbezeichnungen ‚Mit Energie und Leidenschaft‘ (erster Satz) oder ‚Mit Feuer‘ (vierter Satz) werden bravourös umgesetzt. […]“
Elisabeth Deckers (Klassik.com, 16.05.2016)

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