• Foto: Michael Wagener

Lilit Tonoyan

„Lilit Tonoyans Violinspiel verströmt in jedem Moment viel Aussagekraft. Ihr wandelbarer Geigenton berührt tief und strahlt selbstbewusst in die Weite des Raumes hinein.“  (Klassik-Heute.de)

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens der Violinistin Lilit Tonoyan steht die Erforschung, Bearbeitung und Vermittlung traditioneller armenischer Musik. Nach über fünfzehn Jahren intensiver Auseinandersetzung widmet sie sich heute vor allem der säkularen armenischen Musik, gebündelt im von ihr gegründeten Ensemble Lignum Vitae (Baum des Lebens, armenisch: Կենաց ծառ). Das Ensemble verbindet armenische Volkslieder, Tanzmelodien und poetische Lieder der Gusans in einfühlsamen, eigens geschaffenen Arrangements, die nah am Original bleiben und zugleich Raum für Improvisation bieten. Das Repertoire umfasst Melodien aus zahlreichen Regionen des historischen Armeniens.

Gemeinsam mit dem Cellisten Davit Melkonyan, dem Duduk-Spieler André Meisner, dem Perkussionisten Giuseppe Mautone und dem Bassisten Jonas Dunkel entwickelt Tonoyan einen unverwechselbaren Klangraum. Die Kombination aus der nicht gleichstufigen Stimmung der Duduk, dem warmen Klang der mit Darmsaiten besaiteten Streichinstrumente und dem singenden Ton der irischen Rahmentrommel Bodhrán schafft ein intensives, genreübergreifendes Hörerlebnis zwischen verschiedenen musikalischen Traditionen.

Neben ihrer Arbeit mit Lignum Vitae gründete Lilit Tonoyan 2008 das Cologne World Jazz Ensemble, das traditionelle armenische Musik mit Jazz und Improvisation verband. Mit diesem Ensemble gewann sie 2012 einen Sonderpreis beim Citroën-Musikwettbewerb und war 2013 Finalistin bei Creole NRW.

Ihre Diskografie umfasst die von der Fachpresse hochgelobte Debüt-CD Amen Hayr Surb / Armenian Sacred Music & Johann Sebastian Bach (Kaleidos, 2018) sowie die ebenso positiv rezensierte CD KRUNK – Armenian Secular Music (Kaleidos, 2024), die sich ausschließlich der weltlichen Musik Armeniens widmet.

Lilit Tonoyan wurde in Jerewan (Armenien) geboren. Nach ihrem Studium am Komitas-Konservatorium bei Prof. Artashes Mkrtchyan kam sie 2007 mit einem DAAD-Stipendium nach Deutschland. An der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte sie ein Masterstudium Violine-solo bei Prof. Ingeborg Scheerer und Prof. Albrecht Winter sowie ein Masterstudium Barockvioline und -viola bei Prof. Richard Gwilt.

Als Solistin wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim Khachaturyan-Wettbewerb in Armenien und beim Internationalen Violinwettbewerb Henri Marteau. Sie war Stipendiatin der Wagner-Stiftung, der Günther-Wand-Stiftung und der Deutschen Kammerakademie Neuss. 2015 erhielt sie den Kunstförderpreis der Stadt Neuss für ihr künstlerisches Schaffen.

Als Kammer- und Orchestermusikerin arbeitete sie u. a. mit Concerto Köln, Das Neue Orchester, Compagnia di Punto, Orchestra Kairos, Sinfonieorchester Aachen, Deutsche Kammerakademie Neuss, Kölner Kammerorchester, Bremer Barockorchester, Neues Rheinisches Kammerorchester, Consortium Musica Sacra Köln, Collegium Cartusianum u.v.m.

www.lilit-tonoyan.com

Diskografie

  • Lilit Tonoyan & Ensemble Lignum Vitae

    Krunk

    17,90 
    Mit ihrem aktuellen Album KRUNK taucht die Violinistin Lilit Tonoyan ein in die Welt der Volksmusik Armeniens. Mittelpunkt und Namensgeber des Programms ist „Krunk“ (Der Kranich) – ein Pilgerlied, welches als eines der bekanntesten Volkslieder für armenischsprachige Menschen betrachtet werden kann. In unterschiedlichen Besetzungen interpretiert sie ihre eigenen einfühlsamen Arrangements der überlieferten Volksliedkunst – gemeinsam mit dem Cellisten Davit Melkonyan, dem Duduk-Spieler André Meisner und dem Perkussionisten Giuseppe Mautone.
  • Lilit Tonoyan & Davit Melkonyan

    Amen Hayr Surb

    17,90 
    Armenische Sakralmusik // Johann Sebastian Bach In ihrem Programm „Amen Hayr Surb“ verbindet die armenische Violinistin Lilit Tonoyan eigene Arrangements armenischer Sakralgesänge mit ausgewählten Werken Johann Sebastian Bachs. Gemeinsam mit dem ebenfalls aus Armenien stammenden Cellisten Davit Melkonyan gelingt ihr damit eine einzigartige Symbiose zweier Welten. Musikalische Meditationen, voll Spiritualität und Inspiration! Pressestimme: "Getragen, fragil, aber auch feierlich erhaben und manchmal auch leidenschaftlich drängend wirkt dieses Spiel." – Klassik-Heute Empfehlung!

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