Katharina Deserno & Nenad Lečić

Hommage à Clara Schumann

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Komponistinnen im Spiegel der Zeit
Debut-CD der Cellistin Katharina Deserno mit Werken von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Moderne.
Pressestimmen: „So hervorragende Kammermusikaufnahmen hört man nicht alle Tage“; „Großartige Werke allererster Qualität.“; „…klangschönes und perfektes Zusammenspiel!“; „Klanglich ist diese Produktion eine echte Offenbarung…“

Release: 03/2012, CD-Audio, Jewelcase, 32-seitiges Booklet (de, en)
Artikelnummer: KAL 6317-2 Kategorie: Schlüsselworte: ,

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Beschreibung

Hommage à Clara Schumann
Komponistinnen im Spiegel der Zeit

Katharina Deserno – Violoncello
Nenad Lečić – Klavier

„Reproductives Genie kann dem schönen Geschlecht zugesprochen werden, wie productives ihm unbedingt abzuerkennen ist […]. Eine Componistin wird es niemals geben, nur etwa eine verdruckte Copistin […]. In den Tod verhasst ist mir ferner alles, was nach Frauenemancipation schmeckt.“

Wenn Sie sich dieser Meinung des berühmten Dirigenten Hans von Bülow anschließen können, nehmen Sie besser Abstand von der vorliegenden Einspielung. Doch Vorsicht: Sie verpassen ein Kleinod kammermusikalischer Musikkultur!

Auf ihrer KALEIDOS-Debut-CD nimmt sich die Cellistin Katharina Deserno, gemeinsam mit ihrem Klavierpartner Nenad Lečić, eines gleichermaßen musikalisch wie musikologisch anspruchsvollen und spannenden Themas der Musikszene an: Werke von Komponistinnen. Die vorliegende Einspielung vereint dabei eine kleine Auswahl herausragender Musikstücke für Violoncello und Klavier von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Moderne. Eine Sonderstellung nimmt dabei das Violoncello-Solostück (Weltersteinspielung) der jungen Komponistin Oxana Omelchuk ein, welches in der Tonsprache des 21. Jahrhunderts klanglich einen Kontrapunkt zu den romantischen Musikstücken bildet und programmatisch das Thema dieser CD darstellt: Die „Hommage à Clara Schumann“.

Mit viel Gespür für die emotionalen und feinsinnigen Momente (das vermeintlich „Weibliche“ in der Musik), aber eben auch für das rationale, formal bindende Element innerhalb der Musikstücke zeigen die Musiker, dass diese Kompositionen heute zu Recht eine wichtige Stellung im (romantischen) Repertoire unseres Musiklebens einnehmen. In einem musikwissenschaftlich fundierten Begleittext erhält der interessierte Hörer zudem Einblicke in die jeweiligen Werke sowie Hintergrundinformationen zur künstlerischen Arbeit und Leben der Komponistinnen.

Trackliste

 Clara Schumann (1819–1896)
Drei Romanzen op.22 (Fassung für Violoncello)
I. Andante molto
II. Allegretto (mit zartem Vortrage)
III. Leidenschaftlich schnell
Oxana Omelchuk (*1975)
„Hommage à Clara Schumann“ für Violoncello solo
Sophie Seibt
Romanze op.1 Nr.1 C-Dur
 Luise Adolpha Le Beau (1850–1927)
Sonate für Klavier und Violoncello op. 17 D-Dur
I. Allegro molto
II. Andante tranquillo
III. Allegro vivace
 Fanny Hensel (1805–1847)
Zwei Stücke für Violoncello und Klavier
Fantasia g-Moll
Capriccio As-Dur
Rebecca Clarke (1886–1979)
Epilogue
 

Pressestimmen

Souveränität und Gestaltungskraft
„[…] Die Interpreten setzen auf eine kraftvolle, mitunter dramatische Umsetzung und überzeugen mit Spielfreude, artikulatorischem Nuancenreichtum und filigraner Ausgestaltung der Phrasen. […]“
Jasemin Khaleli (Klassik.com, 23.05.2016)

„[…] Dem musikalischen Können der beiden Wahl-Kölner, beiden für sich wie auch im gemeinsamen Interagieren, geschmackvollem Phrasieren, kann man nur das höchste Lob aussprechen. Der wandlungsfähige, betörende Ton Desernos, in allen Ausdruckspaletten von wohlig warm bis sehnig stets sicher geführt, wurde zudem vom Aufnahmeteam vorbildlich eingefangen und auf CD gebannt. Wer sich durch diese Platte durchgehört hat, der dürfte schon wegen des Schmelzes des Celloklangs und der schönen Zusammenstellung der Kompositionen, „Glückes genug“ genossen haben. […]“
Markus Kuhn (Viva Voce / Ausgabe Frühjahr 2013)

„[…] Katharina Desernos voller, sehniger Celloklang, ihr breites Spektrum klanglicher Valeurs von flüsternden Flageoletts bis zur Fortissimo-Attacke, die perfekte Balance und das feine Zusammenspiel des Duos, all dies bereitet ungetrübtes Hörvergnügen. […]“
Gerhard Anders (Das Orchester 01/2013) »Online-Ausgabe

„Hommage à Clara Schumann“: Katharina Deserno und Nenad Lečić wandeln zwischen Romantik und Moderne
„(nmz) – Warm und intensiv entfaltet sich der Celloton Katharina Desernos gleich zu Beginn der ersten Romanze op. 22 von Clara Schumann. Kongenial begleitet wird sie von Nenad Lečić am Klavier, der die Sensibilität der Tongestaltung und Ausbreitung der Phasen aufgreift und stützt. […] All dies vollzieht sich in der spannenden Intensität des Spiels beider Interpreten. Der Celloton Katharina Desernos fasziniert und man wünscht sich beim Hören, sie im Konzert erleben zu können, der Klavierpart Nenad Lečić gestaltet mit, verliert nicht seine Eigenständigkeit. Es entsteht eine musikantische, musikalische und faszinierende Interpretation der Kompositionen.“
[Gesamtbewertung: 5 von 5 Sternen]
Ute Büchter-Römer (nmz-online, 8.11.2012) »Lesen Sie die ganze Rezension auf nmz.de!

Entdeckungen am laufenden Band
„[…] Entdeckungen gibt es auf dieser CD überall, so auch bei den Interpreten: Das Duo Katharina Deserno (Cello) und Nenad Lečić (Klavier) entpuppt sich als wahrlich großartige Kammermusikformation. So hervorragende Kammermusikaufnahmen hört man nicht alle Tage: Lečić überzeugt als technisch sehr versierter, dynamisch ungemein differenzierungsfähiger Pianist und Deserno fasziniert durch ein sehr intonationssicheres, klangschönes und dazu erfreulich wenig auf Effekthascherei bedachtes Cellospiel. Das sind im besten Sinne neutrale Interpretationen, die nicht den Interpreten in den Vordergrund stellen, sondern das Werk. Zudem pflegen sie ein ideales Zusammenspiel. In der Tat: In der Kombination Cello/Klavier gehört diese CD in Sachen interpretatorischer Ausführung mit einigem Abstand zum Besten, was ich im laufenden Jahr bisher gehört habe.
Auch klanglich macht die Veröffentlichung einen sehr guten Eindruck: Wie schön dreidimensional hier alles klingt! Der Aufnahmeraum wird beinahe visuell sichtbar: wie sich der Klang nach oben entfalten kann, wie auch die Tiefe des Raumes erlebbar wird… das ist nicht weniger als grandiose Tonmeisterarbeit, die man sich öfter wünschen würde. Somit kann die CD auch als warme Empfehlung für HiFi-Enthusiasten durchgehen.“
Rainer Aschemeier (The-Listener.de, 28.09.2012)

Verliebt in den Klang
„Es dauert wirklich keine zehn Sekunden, und man ist völlig verliebt in den Klang, den Katharina Deserno ihrem Cello entlockt. Mit Clara Schumanns „Romanzen“ beginnt ihre CD – und mit ihnen das Abtauchen in eine faszinierende Welt voller Poesie, voller Geheimnisse, voller Entdeckungen. Wie in Schumanns „Romanzen“ entwickelt Deserno auch in Luise Adolpha Le Beaus Sonate op.17 eine emotional dichte Atmosphäre, zeigt sich wie ihr Klavierpartner Nenad Lecic als extrem expressiv gestaltende Malerin mit einer unglaublich reichen Palette an Farben. […] Großartige Werke allererster Qualität. Und wenn dann noch so sensationell gut musiziert wird wie hier, ist das Glück absolut perfekt. […]
Klanglich ist diese Produktion eine echte Offenbarung, genauso das eingespielte Repertoire. Schön, dass auch die Aufnahmetechnik nicht die geringsten Wünsche offen lässt!“
Chr. Schulte im Walde (Westfälische Nachrichten, 29.8.12)

Eine Hommage à Clara Schumann
[…] Die beiden jungen Musiker […] nehmen die drei „Romanzen“, die Clara Schumann als ihr Opus 22 eigentlich für Violine schrieb, zum Anlass einer spannenden Tour d’horizon durch die abwechslungsreiche Landschaft „weiblicher“ Musik für Violoncello und Klavier, und das auf musikalisch wie spieltechnisch exquisitem Niveau. […] Im übrigen erfreuen die hier versammelten Stücke das Ohr mit einer romantisch gefärbten Klangwelt wie zum Beispiel der wertvollen, entfernt an Mendelssohn erinnernden Sonate von Le Beau; nachdenklicher gibt sich der das Programm abschließende „Epilogue“ der als Bratschistin wirkenden Rebecca Clarke; wenn man es nicht schon zuvor bemerkt haben sollte, so macht dieses Stück überdeutlich, das komponierende Frauen ihren männlichen Kollegen weder im Handwerklichen noch in Bezug auf Ausdruckstiefe nachstanden und -stehen. Im übrigen erfreut das Musiker-Duo durch sein klangschönes und perfektes Zusammenspiel, das durch eine sehr gute Aufnahmetechnik unterstützt wird. Nicht zuletzt bietet auch das geschmackvoll gestaltete Beiheft mit ausführlichen Werkkommentaren wertvolle Hilfe beim Kennenlernen all dieser Raritäten.“
Günter Duvenbeck (Köln Bonner Generalanzeiger, 05/2012)

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